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Außerdem beanspruchten sie, mit ihren geladenen Flinten in die Stadt einzuziehen, hier wiederum Salut zu schiessen,
die Flinten in ihrer angestammten Gaststätte abzulegen und ihren König mit der Violine bis vor die Kirche zu spielen
sowie festlich an der Fronleichnamsprozession teilzunehmen.
Verliehen hatte diese Rechte der Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen (Regierungszeit: 1650 - 1678).
Er richtete eine Landmiliz in den Kichspielen ein. Nach dem Landes- Defensialbeschluß vom 17. September 1669 mußte
aus jedem Haus ein Mann an den Sonntagnachmittagen zu den Waffenübungen antreten. Auf diese Zeit ist somit auch der
Ursprung der Marbecker Schützen zurückzuführen.
Von Galen war ein streitbarer Mann der in zahlreiche kriegerische Auseinandersetzungen mit den Niederlanden und
seine europäischen Nachbarstaaten verwickelt war. Er vertraute unter anderem auf eine von ihm aufgebaute moderne
Artillerie. Im Volksmund trug von Galen darum auch den Spitznamen "Kanonen-Bernd". Die Feldzüge waren für die
Bevölkerung fürchterlich. Söldnertruppen und Plünderer durchzogen das Land. Es galt der Grundsatz:
"Der Krieg ernährt den Krieg." Die Zulassung der Schützen ist zunächst unter dem Gesichtspunkt der Landesverteidigung
zu sehen. Beim Scheibenschiessen stellt man seine Tauglichkeit unter Beweis.
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