Maifeier in Marbeck nicht erwünscht

Maifeier in Marbeck nicht erwünscht

Facebook-Einladung lockt auf den Schützenplatz

MARBECK (kst). Der Schützenplatz Marbeck steht bei vielen hiesigen Jugendlichen im Gespräch als Treffpunkt für den diesjährigen 1. Mai. Ein anonymer Gastgeber lädt auf Facebook zu einer „Alternativen Maifeier“ nach Marbeck ein. Knapp 300 Facebook-Nutzer wollen bereits daran teilnehmen oder sind zumindest interessiert.

Da der Schützenplatz in Heiden-Leblich dieses Jahr zum ersten Mai gesperrt werden soll (die BZ berichtete), ruft der Gastgeber mit dem Namen „Savethemay“ zu einem alternativen Treffen auf den Schützenplatz Marbeck auf. In der Facebook-Veranstaltung heißt es: „Wir haben für euch nun eine Alternative organisiert, wo wir uns genau wie in den letzten Jahren alle zum Kaffeekranz und Kuchenessen treffen werden.“

Dass es sich bei einer solchen Maifeier nur um einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen handelt, bezweifelt Günter Stork, Ortsvorsteher von Marbeck. „Vor Jahren fand die Veranstaltung am Pröbstingsee statt. Danach war sie in Heiden. Obwohl dort Toiletten und Müllcontainer bereitgestellt wurden, hat es nicht funktioniert.“

Günter Stork erklärt, dass sich vor allem die Landwirte der umliegenden Höfe sorgen: „Die Felder stehen am 1. Mai kurz vor der Mahd, das Gras ist 20 bis 25 Zentimeter lang. Die Landwirte müssen dann tagelang die Felder nach Glasscherben und Müll absuchen, bevor gemäht werden kann.“ Außerdem beginne gut zwei Wochen später das Marbecker Schützenfest. „Wer räumt bis dahin den ganzen Müll weg? Ohne offiziellen Veranstalter gibt es auch keine Verantwortlichen“, sagt er. Am 31. März finde dazu ein Gespräch mit der Polizei und dem Ordnungsamt statt.

Horst Heisterkamp, stellvertretender Präsident des Marbecker Schützenvereins Sankt Michael, kommentierte auf Facebook die Veranstaltung: „Das geht ganz fürchterlich in die Hose! Die Feier wird nicht (!) stattfinden. Plant lieber um. Die Fläche wird gegüllt. Ist gut für die Wiese.“ Reaktionen auf seinen Kommentar gibt es dort bisher keine.

Die Borkener Polizei würde sich laut Pressesprecher Frank Rentmeister einsatzmäßig auf die Veranstaltung vorbereiten, falls das Ordnungsamt sie dazu berufe. Markus Lask, Pressesprecher der Stadt Borken erklärt: „Wir beobachten erstmal die Lage und sind in der Abstimmung mit der Polizei, wie wir damit umgehen.“ Anfang April stehe Genaueres fest, ergänzt er.

Auf eine BZ-Anfrage über Facebook hat der anonyme Gastgeber „Savethemay“ nicht geantwortet.

Quelle: Borkener Zeitung vom 25.03.2017


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