Böllerkommando

Böllerkommando

boellerkommandovon links nach rechts:

Andreas Tüshaus
Fähnrich z.b.V. – seit 2004
Christian Voß
Fähnrich z.b.V. (a.D.)
Guido Höbing
Leutnant z.b.V. – seit 2004
Reinhold Hölter
Leutnant z.b.V. – seit 2004
Stefan Böckenberg
Vorstand z.b.V (Chef des Böllerkommandos) – seit 1992
Ralf Kuhnt (nicht im Bild)
Fähnrich z.b.V – seit 2011

 

Zu den ersten Mitgliedern des Böllerkommandos des Schützenvereins St. Michael Marbeck gehörten Willy Söpper, Josef Kass und Josef Kreuzer.

Im Jahre 1959 wurde dann in Bayern die Böllerkanone erworben. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Klein-Salut-Kanone vom Hersteller Fa. Josef Wening in 94060 Pocking/Niederbayern.

  • Kaliber: 30 mm
  • Fbr.-Nr.: 1079
  • Baujahr: 1959
  • Gesamtlänge: ca. 150 cm
  • Breite: ca. 85 cm
  • Höhe: ca. 100 cm
  • Gewicht: ca. 75 kg


Böllerschiessen

In vielen Regionen gehört das Böllern zur Brauchtumspflege. Es ist ein Stück Kulturgut, wenn die Erinnerung an historische Ereignisse lautstark und stilecht untermalt wird. Es wird seit Jahrhunderten ausgeübt. Der Ursprung der Böller reicht bis in das 14. Jahrhundert zurück.

Es werden hauptsächlich zwei Arten von Böller nach ihrem Ladesystem unterschieden, die Hinterladerböller und die Vorderladerböller.
Danach gibt es dann folgende Unterteilungen:

  • Handböller
  • Schaftböller
  • Standböller
  • Legböller
  • Böllerkanonen

Beim Böllern wird eine verdämmte Pulverladung in das Gerät eingebracht, welche dann gezündet wird und ein weithin hörbarer Knall ensteht.
Gezündet wird durch ein seitliches oder oben liegendes Zündloch mittels eines Feuereisens oder einer Lunte. Heute wird oftmals eine Zündschnur oder ein Zündhütchen zur Hilfe genommen.

Beim Böllern steht grundsätzlich die Sicherheit im Vordergrund.

Bei der Brauchtumspflege sollen Gefährdungen durch Funkenflug, Druckwelle, extreme Witterungsbedingungen und Lärm vermieden werden.

Alle Mitglieder des Böllerkommandos des Schützenverein St. Michael Marbeck haben einen Lehrgang mit Abschlussprüfung bestanden und somit die Erlaubnis nach § 27 des Sprengstoffgesetzes erlangt.

Das Böllerkommando kümmert sich um die Wartung und Pflege der Vereinskanone und des Zubehörs und achtet darauf, dass alle notwendigen behördlichen Genehmigungen vorliegen.


Böllerschiessen beim Schützenfest

Traditionell wird das Schützenfest in Marbeck am Samstag ab 14.00 Uhr durch Böllerschüsse angekündigt.

Jeweils 3 Schuss bei Präsident, König, Königin und in den Hööken.

Am Sonntagmorgen gibt es um 10.00 Uhr die Ehrungszeremonie am Ehrenmal.
Während des Musikstückes „Ich hatte einen Kameraden“ werden 3 Schuss Salut geböllert.

Am Montagmorgen wird dann ab 8.00 Uhr mit Böllerschüssen geweckt.
Wieder jeweils 3 Schuss bei Präsident, König, Königin und in den Hööken.

Desweiteren kommt das Marbecker Böllerkommando bei anderen Vereinen, eventuell zu Festen und manchmal auch zu Hochzeiten zum Einsatz.